Nach BIOS-Update wird unter Linux der falsche UEFI-Bootmanager gefunden
Nach einem BIOS-Update des MSI B450-A PRO MAX wurde auf dem Rechner nur noch der Windows Bootmanager gefunden. Sowohl der Versuch den Bootmanager von Manjaro (Grub) als auch den von MacOS zu starten schlug fehl. Die Ursache waren wohl zwei Probleme.
Booten von Manjaro
In der Liste der Boot-Laufwerke war Manjaro verschwunden.
Abhilfe schaffte es, den Eintrag wieder hinzuzufügen (unter Linux kann dazu das Tool efibootmgr verwendet werden). Also:
-
Booten mit einem Linux von einem externen Medium.
-
Sicherzustellen, dass die Partition mit allen notwendigen Dateien noch vorhanden ist (
ls -l /boot/efi/EFI/Manjaro/). -
Anzeigen der aktuellen Liste mit
efibootmgr -v. Falls für Manjaro noch ein Eintrag vorhanden ist, diesen Entfernen, bspw. mitefibootmgr -b 0000 -B(Achtung, vorher die Hilfe lesen und den richtigen Eintrag b NUMMER wählen!). -
Anschließend mit
efibootmgr -c -d /dev/<PARTITION>-p 1 -l "UEFI Manjaro" -l \EFI\Manjaro\grubx64.efi` einen neuen Eintrag hinzugefügen.
Booten von MacOS
Durch das BIOS-Update scheinen einige Einstellungen neu gesetzt worden zu sein. MacOS blieb immer mit bei folgender Log-Ausgabe hängen:
[ PCI Configuration begin ]
Damit das Booten wieder klappt, müssen (zumindest bei mir) unter Settings\Advanced\PCI Subsystem Settings folgende Einstellungen gesetzt sein:
| Parametername | Wert |
|---|---|
| Re-Size BAR Suppoer | [Disabled] |
| Above 4G memory/crypto Currency mining | [Enabled] |
| PCI_E1 Gen Switch | [Gen3] |
| Chipset Gen Switch | [Auto] |
| PCI_E1 Lanes Configuration | [Auto] |